Der Titel “Mama-Alarm”

Was Frau auch immer tut in ihrem Leben, sie tut es mit dem Wissen, selbst für sich verantwortlich zu sein. Vielleicht hat sie einen Partner, möglicher Weise entscheidet sie das ein oder andere auch für ihn, aber es ist nicht von allzu großer Tragweite, denn schließlich ist auch er ein eigenständiger Mensch (in den meisten Fällen zumindest).

Dann wird sie Mama. Und schon schrillen bei allem, was sie tut, erst mal die Alarmglocken. Nichts wird mehr entschieden, ohne wenigstens ein zweites (auch drittes, viertes, fünftes …. ) Mal darüber nachzudenken. Mit Auftauchen des zweiten Striches auf dem Schwangerschaftstest spielt es sich in den Gedanken folgendermaßen ab:

“Geht das so?”
“Ist das so richtig?”
“Kann ich das so machen?”
“Darf man das?”
”Darf ich das?”
ALAAAAARMMMM

und dann:

“Hat es Hunger?”
“Bekommt es ausreichend Schlaf?”
“Hat es genug getrunken?”
“Oh, aber nicht zu viel Süßes, wegen den Zähne!”
“Ist es warm genug?”
Und im nächsten Moment:
“Nicht das es schwitzt!”
ALAAAAARMMMMM

und dann:

“Wird es auch ausreichend gefördert?”
“Der Kleine von neulich ist zwei Tage jünger und kann schon …!”
”Mach ich etwa zu wenig?”
“Ist es aus mit der ausgewogenen Ernährung, wenn es heute schon wieder Spaghetti gibt?”
“Wie erklärt man einem kleinen Wutzwerg, dass er zwar nicht hauen darf, aber sich dennoch wehren sollte?”  – Wird mit der Wahl meiner Worte hier etwa schon die Basis einer kriminellen Karriere gepflastert, oder ist mein Kind das perfekte Opfer für späteres Mobbing???
ALAAAAARMMMMM

Dies ist nur eine (klitze)kleine Auswahl an Fragen, die einer Mutter im Laufe ihres Mama-Seins  durch den Kopf gehen. Da fallen einem sicher noch tausend andere ein. Mama-Sein hört ja auch nicht einfach so auf, nur weil das Kind irgendwann erwachsen ist. Die Alarmglocken werden bis ans Ende ihrer Tage niemals wieder aufhören zu schrillen.

Aber da ist ja nicht nur der Alarm. Er wird ja zum Glück begleitet von Tausenden wundervollen Momenten und Glücksgefühlen, wie (fast) nur eine Mutter sie erleben kann. Was kann schöner sein, als mit seinem Kind/seinen Kindern die Welt auf ein Neues, aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben? Mit ihnen fröhlich und glücklich sein.
Sie zu trösten und zu wissen: Geborgenheit, ein Zuhause und Liebe in ihrer reinsten Form, der Mutterliebe, zu geben und zu fühlen.

Natürlich will ich die Väter, Omas, Opas, Freunde, Onkel, Tanten hier nicht ausschließen, denn auch sie werden sich vielleicht in so manch einer Situation oder manch einem Gedanken im Buch wiederfinden. Und ich bin froh für alle Kinder, die viele tolle Menschen haben, die sich liebevoll um sie kümmern. Dies sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, und jedes Kind dieser Welt hat dies mehr als verdient!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s